CHRISTINA CLAUDIA AMELIE PAERSCH

Diplomarbeit (2011): „Trost gibt der Himmel, vom Menschen erwartet man Beistand“. Die wahrgenommene soziale Unterstützung von Angehörigen palliativer Patienten. Diplomarbeit, LMU München: Psychologische Fakultät

Ziel: Das Ziel dieser Studie ist es, ein Überblick über das Konstrukt soziale Unterstützung in seiner Vielfältigkeit bei Angehörigen palliativer Patienten zu schaffen. Der hauptsächliche Fokus richtet sich dabei auf die unterschiedliche Wahrnehmung sozialer Unterstützung – von welchen Faktoren sie abhängt, wie sie sich verändert und welche Wirkung sie auf das Befinden der Angehörigen hat.

Methodik: Im Rahmen der randomisiert-kontrollierten Interventionsstudie „Dialektische Gruppenintervention (DGI) für Angehörige palliativer Patienten“ des Interdisziplinären Zentrums für Palliativmedizin am Klinikum Großhadern der Universität München wurden 137 Angehörige zu drei Messzeitpunkten (Baseline, Post-Intervention, 3-Monats-Katamnese) zu soziodemographischen Daten, ihrer wahrgenommenen sozialen Unterstützung sowie ihrer subjektiven psychischen Belastung und Lebenszufriedenheit befragt.

Ergebnisse: Es können verschiedene Risikofaktoren wie männliches Geschlecht, Nicht-Erwerbstätigkeit im jungen Alter, Familienstand, die Beziehung zum Patienten und hohe Belastung für die Wahrnehmung sozialer Unterstützung identifiziert werden. Über die Zeit bleibt die Wahrnehmung sozialer Unterstützung stabil. Es finden sich puffernde Effekte von sozialer Unterstützung auf das Befinden der Angehörigen. Informelle Hilfen wurden mehrheitlich, professionelle Hilfen teilweise in Anspruch genommen.

Diskussion: Die Ergebnisse implizieren eine genauere Betrachtung der verschiedenen Situationen und Arten von Hilfe, die für den Angehörigen als unterstützend wahrgenommen werden. Es sollte versucht werden, die Kluft zwischen dem Bedarf an sozialer Unterstützung und der Inanspruchnahme dieser zu schließen.

Zusammenfassung: entnommen aus o.g. Diplomarbeit.